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Anmeldeschluss für fünfte Klassen: In fast allen Mittelschulen des Muldentals wird Sollzahl 40 erreicht
Muldental (r). Die Anmeldefrist für Schülerinnen und Schüler, die im nächsten Schuljahr eine Mittelschule oder ein Gymnasium besuchen werden, ist abgelaufen. In fast allen Mittelschulstandorten des Muldentals darf aufgeatmet werden, weil die Sollzahl 40 erreicht wurde. Ausnahme: Colditz. Mit 26 Anmeldungen wurde das Vorjahresergebnis noch unterschritten. Hart an der Grenze liegt Bad Lausick mit 39.
Die Mittelschule mit der höchsten Anmeldezahl steht in Falkenhain. 85 Jungen und Mädchen sollen dort im nächsten Schuljahr nach dem aktuellen Anmeldestand der Sächsischen Bildungsagentur in Leipzig unterrichtet werden. „Wir freuen uns total darüber, dass unsere Schule einen so guten Ruf genießt und dass uns so viele Eltern ihr Vertrauen schenken“, betont Schulleiterin Ramona Zauner. Allerdings entscheide das Regionalschulamt, wie viele Klassen gebildet und wie viele Schüler letztendlich in Falkenhain angenommen werden. Der Aufnahmebescheid, darüber seien die Eltern bereits informiert, gehe den Familien im Mai zu.
Platz zwei in der Übersicht der Bildungsagentur belegt die Mittelschule Brandis mit 73 Anmeldungen, dann folgen die Mittelschulen in Grimma und Wurzen (je 61), in Naunhof (56) und Trebsen (50) vor jenen in Böhlen-Thümmlitzwalde (40) und denen in Bad Lausick (39) und Colditz (26).
In Colditz gab es bereits im Vorjahr erhebliche Unruhe. Die aktuellen Zahlen sind ebenfalls alles andere als erfreulich. 26 Anmeldungen, so der gestrige Stand unter Einbeziehung von Nachzüglern, gibt es an der Sophienschule in Colditz. „Darunter“, sagt Bürgermeister Manfred Heinz, „ist kein einziges Kind aus Großbothen.“ Der Grund liegt auf der Hand: Im vergangenen Jahr reichten die Schülerzahlen nicht für die Einrichtung von zwei Klassen, auch vor Gericht konnte keine Sonderregelung erwirkt werden. Die überzähligen Schüler, die die eine genehmigte Klasse nicht aufnehmen konnte – und zwar die aus Großbothen – wurden an andere Schulen umgelenkt. „Wir hätten noch so viel für unsere Schule werben können“, bedankt sich Heinz ausdrücklich für das Engagement von Förderverein, Lehrern und Eltern der jetzigen fünften Klasse, „das hat uns sehr zurückgeworfen.“ Er weiß aber ebenso, dass es auch mit den Großbothenern nicht für zwei Klassen gereicht und damit auf das selbe Ergebnis wie im vergangenen Jahr hinausgelaufen wäre. „Bleibt nur zu hoffen, dass die Bildungsagentur wieder genehmigt, nur eine Klasse zu bilden“, sagt der Bürgermeister und fordert, nachdem alle Bemühungen, wie beispielsweise eine Einigung mit Thümmlitzwalde über die Begrenzung der Schülerzahlen fehlgeschlagen sind, zugleich eine Entscheidung im Rahmen der Diskussion der Schulnetzplanung des Landkreises.
Von den drei Gymnasien in öffentlicher Trägerschaft registrierte laut Bildungsagentur Grimma die meisten Anmeldungen (142) vor Brandis (100) und Wurzen (89). |