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Mit Körpersprache und Musik Selbstbewusstsein tanken |
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Geschrieben von LVZ, 6.1. 2010
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Samstag, 16. Januar 2010 |
Projekt mit dem Theatre de Luna an der Mittelschule Falkenhain
Falkenhain. Die Ausstattung ist minimal: Als Kulisse reicht ein Stehtisch, die Kostüme sind unaufwendig. Die Begeisterung aber mit der acht junge Leute aus der Mittelschule Falkenhain unter Regie von Jürgen Hartmann-Bastl in der kleinen Turnhalle proben, ist für Außenstehende weder zu überhören noch zu übersehen.
Seit Wochenbeginn erarbeitet das Team mit dem Mann vom Oschatzer Theatre de Luna das Jugendstück „Ich will euer Leben nicht”.
Darin geht es um den Werdegang junger Leute nach Abschluss der Schule. Die drei Mädchen und fünf Jungen, die in die Rollen von Mittelfeldstürmer, Clown, König oder Mann mit der Kalaschnikoff schlüpfen, müssen allerdings keinen langen Text lernen.
„Text verhindert das Spiel”, sagt der Berufsmime Hartmann-Bastl lakonisch und setzt eher auf Körpersprache und viel Musik. Für ihn ist es immer wieder faszinierend, wie das theatereigene 50-Minuten-Stück bei jedem Projekt neue Facetten gewinnt, wie sich die verschiedenen Figuren immer wieder anders profilieren. Ein entscheidender Aspekt ist für den Schauspiel-Profi die Zusammenarbeit im Team. Bereits am zweiten Probentag empfinden es die Achtklässler schon sehr deutlich, dass es hier eine Herausforderung zu bestehen gilt, die sie nur im schönsten Miteinander meistern können.
Das Theaterprojekt wird über Fördergelder und eine kleine Selbstbeteiligung von fünf Euro finanziert. „Es soll zur Stärkung des Selbstbewusstseins und des Selbstwertgefühls beitragen”, erklärt Beratungslehrer Harald Erbs. „Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, es als freiwilliges Angebot unseren Hauptschülern vorzuschlagen.”
Die Hälfte der Klasse macht mit - und ist beeindruckt. „Das macht einfach Spaß. Toll, dass uns die Schule diese Möglichkeit zum Theaterspielen gibt”, fasst Saskia die Meinung der Jugendlichen zusammen, die die Freude am Teamwork genießen und die Chance, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Jetzt wissen sie auch alle ganz genau wie sich Lampenfieber anfühlt:
Am Freitag führen sie ihr Stück nach vier Probentagen in der Schule vor ihren Eltern und den achten und neunten Klassen auf.

Ingrid Leps |
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Letzte Aktualisierung ( Samstag, 16. Januar 2010 )
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